Von einem Beinbruch berichtet jeder ohne Zögern, von einer Depression allerdings nicht. Noch immer ist es tabuisiert, wenn man keine körperliche, sondern eine Krankheit der Psyche hat. Eine psychische Erkrankung kommt vielen oft noch wie ein persönliches Versagen vor, das auf jeden Fall niemand sehen soll.

Kennst du Ellen?

 

Es gibt es im Sprachgebrauch jedes Ortes einen Ausdruck dafür, dass man doch nicht verrückt sei, und nicht, wie in Bremen, nach „Ellen“ gehen muss, das lokale Synonym für eine psychiatrische Anstalt.

Unsere Geschichte der Psychiatrie, insbesondere während des dritten Reiches, ist furchtbar. Kein Wunder, dass es, historisch gesehen kurze Zeit später, immer noch in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben ist, eine Depression besser mal nicht öffentlich zu machen.

 

Erlebst du das Glück der Melancholie oder eine Depression?

Melancholie oder Depression?

 

Doch gerade jetzt, wenn die Blätter fallen, und es immer dunkler wird, kann das ganz schön auf die Stimmung schlagen.

Nicht immer ist eine niedergedrückte Stimmung eine Depression, sondern kann, wie mein Lieblingsphilosoph Wilhelm Schmid, auch das Glück der Melancholie sein, dem man sich seinen Worten zufolge aber nicht zu lange hingeben sollte.

Wer kennt das nicht, bei Liebeskummer immer und immer wieder das gleiche Lied zu spielen, dass die sentimentale oder traurige Stimmung verstärkt. Im Grund ist man in solchen Fällen deprimiert, hat aber noch keine im klinischen Sinne Depression.

 

Was ein Hund dir über Depression sagen kann

 

 

Kennst du den schwarzen Hund? Das ist einer der besten Filme, die ich kenne, die eine Depression super gut beschreiben.

Auch der Roman „2 Herren am Strand“ von Michael Köhlmeier, beschreibt die Freundschaft von Winston Churchill und Charly Chaplin, die beide immer wieder schwere Episoden von Depression hatten und einen Pakt miteinander schlossen.

 

Wie erkenne ich eine Depression?

 

Um es vorneweg zu nehmen. Dies ersetzt keine Diagnostik durch eine Ärztin, kann dir aber erste Anhaltspunkte geben.

Die meisten Menschen beschreiben es so, dass die Sonne aus ihrem Leben gewichen sei.

Ich hatte mal einen Kunden, der selbst Farben nicht mehr wahrnahm. Seine Welt war, ohne etwas an den Augen zu haben, schwarz-weiß geworden.

Eine Hoffnungslosigkeit würde sich breit machen. Manche beschreiben es, als würde man auf dem Grund eines Brunnens sitzen und das Licht nur von Ferne sehen, aber den Weg dahin nicht finden zu können.

Oft kann sich eine beginnende Depression über psychosomatische Symptome, wie Rücken- oder Kopfschmerzen zeigen, was es nicht immer so leicht für die Diagnostik macht.

 

Hier findest du häufige Aussagen von Menschen mit einer Depression

Ich kann mich nicht mehr so richtig freuen.

Ich komme morgens einfach nicht mehr aus dem Bett.

Ich habe keine Lust zu nichts mehr.

Ich grübel nur noch, ohne sagen zu können, worüber eigentlich.

In mir ist alles leer.

Ich habe keine Lust mehr auf Sex.

Ich fühle mich wertlos.

Ich weiß nicht , wie ich den Tag schaffen soll.

Ich habe alle Hoffnung verloren.

Ich kann nicht mehr gut schlafen.

Ich kann mich nicht mehr konzentrieren.

Selbst einzukaufen wird anstrengend.

Ich bin nur noch eine Last für Andere.

 

Niemand will sterben, aber gern seine Probleme los sein

Irgendwann können, und das ist das besonders Üble an einer Depression, die suizidalen Gedanken kommen.

Die meisten Menschen wollen übrigens, das ist meine Erfahrung aus der Arbeit, nicht unbedingt tot sein. Sie wissen nur nicht, wie sie den schier unüberwindbaren Berg, der an Aufgaben vor ihnen liegt, schaffen sollen. Dann ist tot zu sein eine gefühlt echte Alternative, weil man all seine Sorgen und Probleme, die durch die Depression verstärkt werden, los ist.

 

Zögere nicht lange, dir Hilfe zu suchen 

 

Hier gilt, je früher, je besser. Je früher man sich Hilfe holt, desto besser und desto schneller kann man zurück ins Leben kommen.

Und ganz klar, wohlmeinende Worte, wie ‚denk mal an was Schönes‘ oder weniger wohlwollend, ‚reiß dich mal zusammen‘ helfen leider nicht.

Eine Beratung oder Psychotherapie hilft, sich selbst besser zu verstehen. Idealerweise lernst du auch Methoden, wie du dir selbst gut helfen kannst, wenn du merkt, dass die Depression dich wieder anweht oder hinter den Augen lauert, wie mal eine Kundin es mal beschrieb.

 

Eine Depression, die Suche der Seele nach Sinn

 

Aus schamanischer Sicht stellt eine Depression die Suche der Seele nach Sinn dar, was mir interessanterweise viele Menschen bestätigen.

Wenn der Auslöser nicht, wie in der Wochenbettdepression, ein massiver Hormonwechsel ist, beschreiben viele, dass ihnen ihr „Why“ verloren gegangen ist. Sie hätten zu lange im Hamsterrad gesessen und wären gerannt und gerannt, ohne sich jemals zu fragen, ob das, was sie tun, wirklich noch das ist, was sie tun wollen und was zu ihren basalen Werten passt.

 

Hast du einen Seelenanteil verloren?

Eine andere Betrachtungsweise ist auch die, dass aufgrund einer stark negativen Erfahrung ein Seelenanteil von der Gesamtseele verloren gegangen ist, der Mensch nicht mehr ganz ist und daher an seelischer Kraft verliert.

Wer Lust hat, sich etwas mehr damit zu beschäftigen, dem kann ich nur das Buch von dem Psychotherapeuten Winfried Picard empfehlen: Schamanismus und Psychotherapie.

Er beschreibt, wie sowohl Psychotherapie als auch shamanic counseling aussehen kann, um einem Menschen zu helfen, wieder heil zu werden,

 

5 Tipps, was du bei einer Depression tun kannst

 

Wichtig ist, warte nicht zu lange, dir Hilfe zu suchen.

Mal einen Tag den Blues zu haben, ist völlig alltäglich.

Aber eine Depression mit den oben genannten Folgen kann die Lebensqualität, Liebes- und Arbeitsfähigkeit stark beeinträchtigen.

 

 Beratung oder Psychotherapie hilft enorm

Das heißt auch, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht. Das ist der schwerste Schritt.

Statistisch gesehen erkrankt 1/3 aller Menschen in den Industrienationen mindestens einmal im Leben an einer leichten bis mittleren Depression.

Die gute Nachricht ist, man kann etwas dagegen machen. Sich mitzuteilen, und die Seele zu entlasten, ist ein erster Schritt. Wie gut es tun kann, mit einem Menschen zu sprechen, der ein offenes Ohr für einen hat, kannst du bestimmt sofort nachvollziehen. Wenn es dann noch jemand ist, der „sich mit so was auskennt“, also fachlich geschult ist, umso besser.

Man weiß z. B. auch, dass regelmäßige Bewegung im Freien, selbst wenn man sich dazu aufraffen muss, sich positiv auf die depressive Stimmung auswirkt.

 

Regelmäßige Bewegung lindert die Depression

Stressreduktion und rhythmisches Leben sind zwei weitere Tools, um der Depression zu begegnen.

Medikamente, sogenannte Antidepressiva, können auch helfen, die Depression zu lindern. Ich persönlich denke aber, sie sollten immer zusammen mit einer Beratung oder Therapie einhergehen, damit eine Verhaltensveränderung geübt werden kann.

 

Vielleicht ist ein Gespräch mit mir ein erster Schritt für dich.

Ich bin sowohl Gestalt-Therapeutin als auch shamanic practitioner.

Überlege dir einfach, genießt du gerade das Glück der Melancholie oder macht dir eine beginnende Depression zu schaffen. Im zweiten Fall trau dich, dir Hilfe zu suchen. Dafür muss man sich heute nicht mehr schämen.

Am Ende geht es um die Qualität deines Lebens, um Freude, Wohlbefinden und Liebe.

Hören wir uns?

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