Haare sind ja so eine Geschichte für sich. Jede Kultur hat so ihre eigenen Vorstellungen, wie sie getragen werden können und dürfen. Oft drückte sich der Stand einer Person über die Haartracht aus. Und vor nicht allzu langer Zeit hat man Menschen die Haare abgeschoren, um sie sozial bloßzustellen und ihnen damit gleichzeitig einen Teil ihrer Identität zu nehmen. 

Haare geben ein Statement

Kulturell wird der „erlaubte“ Stil durch das biologische Geschlecht bestimmt. So wurde Twiggy fast ihre Filmrolle los, weil sie in den 60ern ihre Haare kurz schneiden ließ. Darüber hinaus demonstrieren Haare oder deren Abwesenheit eine religiöse Zugehörigkeit.

Der Garcon Schnitt bei Frauen in den 20ern war Ausdruck einer emanzipatorischen gesellschaftlichen Aufbruchs-Bewegung.

Und die Lesben der 80er, zu denen ich auch gehörte, trugen alle kurze Haare. Es war der Ausdruck, für das männliche Begehren und deren Projektionen in Hinblick auf lange Haare nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Und ganz abgesehen davon – jeder kennt es, dass der Wechsel von Lebensphasen oft mit einer neuen Friseur markiert ist.

 

Meine Haare sind sprechend

 

Meine Haare sind gerade ganz aufgeregt. Sie sind fluffig, stehen gern mal vom Kopf ab, lassen sich nicht bändigen und strahlen ganz selbstbewusst in ihrem Silberglanz.

Ein netter Mitarbeiter einer Firma, für die ich arbeitete, nannte es diese Farbe friedhofsblond, was ich persönlich wirklich witzig fand.

Früher, im letzten Jahrhundert, waren meine Haare mal sehr lang, lockig und rehbraun. Das war Anfang der 80er, als ich in Kirchenkreisen unterwegs war, wo lange Haare für Frauen einfach dazu gehörten.

 

Nachdem ich dieses soziale Umfeld aus Gewissensgründen und der merkwürdigen Rolle, die Frauen dort hatten, verließ und anfing, in  der Abendschule mein Abi nachzumachen, wurden die Haare schulterlang. Und nach meinem Coming-out kurze Zeit darauf noch kürzer, wenn auch erst mit langer Stirnlocke.

 

Haare drücken Zugehörigkeit aus

 

Ein Vorteil meines Haarstils, verbunden mit und meiner Länge von 1,80 m war, dass ich besonders in Berlin so schön zwischen den Geschlechterdarstellungen hin und her pendeln konnte. Ein persönliches Erleben dessen, was Judith Butler so genial in ihrem Buch „Gender Trouble“ beschrieben hat.

Du ahnst nicht, welche Freiräume mir das gegeben hat, oft als männlich wahrgenomen zu werden,  und nicht nur nachts auf der Straße…

 

Haare drücken auch Zugehörigkeit aus, was einer der Gründe war, mir kurz zu überlegen, ob ich sie nicht doch blondieren sollte, weil der Eindruck in meinem ersten Business Meeting in Hamburg war, dass man blond sein musste und Perlenketten und Cashmere Pullover tragen sollte. Aber ich habe dann doch sehr schnell davon abgesehen, meine natürliche Pfeffer-und-Salz-Haarfarbe zu verändern.

 

Meine Haare haben Emotionen

 

Meine Haare spiegeln auch meine Stimmung wider. Bin ich schlecht gelaunt, sind auch sie etwas lahm und erinnern eher an Spaghetti. Bin ich guter Stimmung, entwickeln sie Locken und Wellen.

An Tagen wie diesen stehen sie wie elektrisiert vom Kopf ab.

Und ja, ich bin elektrisiert vor Freude. Mein Buch mit dem Arbeitstitel „Traumbuch Wirtschaft – wie ich mir wirtschaften in der Welt von morgen vorstelle“ schreitet voran und am Wochenende werde ich mehrere Verlage anschreiben, ob sie nicht Lust haben, es mit in ihr Repertoire aufzunehmen.

 

Zusammen mit der Künstlerin Annemarie Singer schreitet die Gestaltung unseres Kartendecks in großen Schritten voran. Es soll zur Persönlichkeitsentwicklung und Selbstermächtigung beitragen und trägt den Arbeitstitel „Rise & Shine“. Annemarie stellt ihre tollen Bilder zur Verfügung und ich füge die gechannelten Texte dazu. Bei einigen Verlagen warten wir noch auf die Antwort. Wenn du noch einen tollen Verlag kennst, der Lust auf so ein Projekt hat, schreib mir bitte ganz schnell.

 

Und, unser Launch für die Mastermind – nur echt mit Jokern für Solopreneure und Unternehmer*innen hat begonnen. Ich habe das Gefühl, dass hier ganz viel von meinem Wissen und meinen Erfahrungen einfließen kann. Das ungewöhnliche an dieser Mastermind ist, dass ich es mit einem Freund und Kollegen, Markus Kämmerer zusammen gestalte.

Klicke hier für mehr Information.

Und von meinem Coming-out, spirituelle Mentorin zu sein, habe ich schon in einem der letzten Blogs berichtet.

 

Nicht nur meine Haare sind hoffnungsvoll

Irgendwie bin ich gerade so voller Hoffnung auf Zukunft

Unter anderem, weil ich persönlich gerade so spannende Projekte am Start habe. Und weil ich denke, dass wir inmitten eines weltweiten Wertewandels sind, der sich, so sage ich als die integral denkende Idealistin, die ich manchmal bin, mehr an Werten wie Sinnhaftigkeit und Mitmenschlichkeit orientieren wird.

Interessanterweise war ich gerade dazu heute Morgen in einer kleinen Onlinekonferenz  Future Days , die davon berichteten, wie viele Firmen anfangen, über diese neuen Werte nachzudenken.

Diese wollten nicht mehr die besten Firmen der Welt sein, sondern die besten Firmen für die Welt.

Wie schön ist das denn. 

Meine Haare jedenfalls sind begeistert, wenn sich die Menschen dieser Welt  in ihrer Haltung in diese Richtung bewegen. Und meine Projekte sind ein kleiner Beitrag dazu.

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