Wenn es um das Thema Positionierung geht, taucht immer wieder dieser Satz auf: „Du mußt spitz sein!“

Biete nur eine Sache an, die wiedererkennbar ist. Damit man sich an dich erinnert. Damit du dich von Konkurrenten oder, euphemistisch, Mitbewerbern am Markt abhebst. Hab keinen Bauchladen. Du musst deine schmale Nische finden. Nur so kannst du Kunden gewinnen und Umsatz machen. Du musst als Expertin sichtbar sein. 

Ich gebe zu, ich findet dieses Konzept sehr reizvoll, zumindest von der Logik her. So wie Tempo immer Tempo war, Twix zwar mal Raider, aber Nivea schon seit Generationen für die Haut ist. 

Zeit für einen Paradigmenwechsel

Aber weißt du, was das in mir auslöst? Gähnende Langeweile. Ich stimme dem zu, dass du, wenn du neu am Markt bist, spitzer aufgestellt sicherlich schneller erkennbar sein wirst. So wie damals Apple mit dem ästhetischen Mac.

Aber mal ehrlich, wenn wir von lebenslangen Lernen ausgehen, soll ich als Unternehmerin, die ich über 20 Jahre im Business bin, immer das Gleiche anbieten? Und das, wo man mittlerweile davon ausgeht, dass man am Ende seines Lebens mindestens 6-8 Berufe ausgeübt haben wird? Wo soll denn dann die eigene Entwicklung sichtbar werden?

Das Beste ist nicht immer gut genug

Klar, die Expertin kann das verfeinern und verfeinern und verfeinern. Dann ist ihr Produkt irgendwann mal so, dass es super gut ist, aber eben auch nicht mehr supergut für jeden.

Das erinnert mich an meine Anfänge im Onlinebusiness, wo es darum ging, welche Themes und welche Automatisierungsplatformen man nutzen sollte. Ich habe damals Systeme empfohlen bekommen, die zwar gut gewesen sein mögen, aber so gar nicht zu meiner damaligen und auch derzeitigen Unternehmensentwicklung passten. Es war ein wenig so, als würde ein Profifotograf mir eine Kamera empfehlen, „state of the art“ selbstverständlich. Als Hobbyfotografin würde ich all ihre Funktionen gar nicht brauchen und vielleicht auch niemals bedienen können. Aber aus seiner Expertensicht war seine Empfehlung richtig, allerdings ohne zu berücksichtigen, wo ich eigentlich stehe und was ich brauche. Das kann der blinde Fleck der Experten sein, dass sie, wie ein Kunde einmal zu mir über Kollegen im Werk sagte:“Die wollen goldene Wasserhähne, wo welche aus Stahl völlig ausreichend sind.“

So ist es manchmal mit den Experten. Je erfahrener sie sind, desto kleiner der Blickwinkel, was in der Natur der Sache liegt, und je kleiner die Zielgruppe.

Das führt auch zum Erfolg, wie man z.B. an Red Neal Adair sehen konnte, der, würde er noch leben, mit Sicherheit keine Webseite gebraucht hätte. Er war ein Feuerwehrmann, der sich darauf spezialisiert hatte, Brände von Ölplatformen und Ölbohrungen zu löschen.

Das ist der absolute Vorteil von Expertinnen – dass sie eine Sache in allen Dimensionen ausgelotet haben und richtig richtig gut können. 

Nur braucht eben nicht jeder einen Red Adair

Ich brauche jemanden auf Augenhöhe

Meine Kund*innen kommen zu mir, weil sie ein Gegenüber brauchen. Weil die Luft oben dünn wird. Weil sie selbst genug zu tun haben, und ihre Zeit effektiv einsetzen. 

Sie haben keine Lust mehr, sich von einem Experten, den S-Typen im MBTI, zum anderen zu hangeln, um dann ggf. ihre Lage verbessern zu können. 

Meine Geschäftskund*innen kommen zu mir, weil ich eine erfahrene, sehr gut ausgebildete Generalistin bin. Ein ausgeprägtes N im MBTI.

Alles aus einer Hand

Das sind typische Themen, die dann im Mentoring angesprochen werden:

 

  • Meine Mitarbeitenden tanzen mir auf der Nase herum
  • Der Krankenstand ist zu hoch
  • Ich möchte Spiritualität in meinem Business integrieren
  • Ich möchte mehr Führungskompetenz, auch in Hinblick auf die Entwicklung der Mitarbeitenden ausbauen
  • Ich möchte mein Geldbewusstsein aufpolieren und mehr Umsatz machen
  • Ich habe gerade ein Problem mit dem Partner/der Partnerin, wie kann ich das lösen
  • Ich würde gern besser schlafen können und mein Leben wieder bekommen und nicht als Roboter durch die Gegend laufen, denn der Stress frisst mich auf
  • Und wie kann ich mich noch besser positionieren, um einfach keine Konkurrenz mehr zu haben 
  • Ich möchte mein Unternehmen etwas aufräumen, denn da haben sich über die Jahre manche Prozesse ergeben, die vielleicht nicht mehr nötig sind 
  • Sie sind doch Traumatherapeutin. Ich bin letztens in meinem Laden überfallen worden und kriege die Bilder nicht los.
  • Und eine Sinnkrise, was meine Arbeit angeht, habe ich gerade auch
  • Ich brauche ein Gegenüber, das mir auch, gerade weil nicht vom Fach, Fragen stellt, über die ich noch nie nachgedacht habe

Studium generale als Expertise 

Klar bin ich nicht die Positionierungsexpertin, die das schon immer anbietet. Aber ich bin die Generalistin, die über 20 Jahre am Markt ist, tausende von Menschen begleitet, viel gelernt und Weiterbildungen gemacht hat, Lebenserfahrung sammelte und jede Woche mindestens 1 Fachbuch liest oder hört.

Mich würde es wirklich langweilen, wenn ich immer das Gleiche machen müßte. Und wer kann schon aus Langeweile heraus Qualität bieten? Die Vielfalt und Tiefe meines Angebots ist Ausdruck meiner eigenen Entwicklung und der Wunsch, meinen Kunden weiterhelfen zu können.

Manche Kund*innen sagen, sie genießen diesen Denkraum bei mir, weil sie offen über alles reden können und wir für sie gute, passende Lösungen finden. Und sie schätzen es, offline und online nicht von Pontius zu Pilatus laufen zu müssen, wenn sie dann doch einen Experten brauchen und ich ihnen aus meinem großen Neztwerk jemanden Passendes empfehlen kann. Sie erleben die Arbeit mit mir als effizient und empfehlen meine integrale Herangehensweise, die alle Ebenen des Seins für den nachhaltigen Erfolg mit einbezieht.

Lieben Sie mich?

Und dann sagte mal ein Kunde:“Es fühlt sich so an, als würden sie mich lieben“.

Leider haben wir im Deutschen ja nicht so viele verschiedene Bedeutungsebenen  von Liebe, wie sie im Griechischen zu finden sind. Dort spricht man von Agape, Eros und Philia, der Nächstenliebe, der körperlichen Liebe und der geistigen Liebe. 

Am Anfang habe er mich eher als kühl eingeschätzt, aber die Wärme und das echte Interesse an ihm und seinem Erfolg hätte er nicht erwartet. 

Das ist es, was mich ausmacht. Ich fiebere mit meinen Kund*innen mit, überlege mir sehr individuell, was helfen kann, sie in ihren Anliegen weiterzubringen. Und ich feiere mit meinen Kund*innen ihren Erfolg, was auch immer mal einige verblüfft.

Jeder kriegt den passenden Kunden

Es heißt so schön, jeder hat die Kunden, die seinem Entwicklungsstand entsprechen. Ich denke, da ist etwas Wahres dran. Wenn ich an meine ersten Kunden denke, die würden mich heute gar nicht buchen, weil ich jetzt die Profiausrüstung anzubieten hätte, wo sie aber nur das Basismodell brauchen. Und das ist auch gut so.

Ich habe gerade letztes Jahr einem großen Kunden gekündigt, weil ich den Eindruck hatte, aus der Beziehung rausgewachsen zu sein.  Das ist wie untertourig laufen. Das ist nicht gut für den Motor. Ich habe dann Kolleginnen empfohlen, mit denen mein Kunde jetzt glücklich zusammen arbeitet. Win-Win-Win, kann ich da nur sagen.

Noch jemand ist rausgewachsen

Da habe ich noch das schöne Beispiel einer Kundin, einer Goldschmiedin, die als solche super sichtbar geworden ist. Sie traf Menschen auf der Strasse, die sonst immer ihre kleinen Reparaturen bei ihr vorbei gebracht hatten und fragte sie, warum sie nicht mehr kämen. Die Antwort: “Wir haben den Eindruck, sie machen so etwas nicht mehr, sondern fertigen nur noch hochwertige Schmuckstücke an.“ Es hat sich ihren ehemaligen Kunden einfach vermittelt, dass auch sie sich weiterentwickelt hat und daher ihre Expertise auf einer anderen Ebene gefragt ist.

Was soll ich jetzt wählen – Expertin oder Generalistin?

Aus meiner Sicht kann es an vielen Stellen sehr sinnvoll sein, sich eine Expertin zu suchen. Ich selbst habe ja eine Expertin gebucht, die eine Mastermind über ethisches Verkaufen anbot. Das war super und war genau das, was ich gerade lernen wollte.

Und gleichzeitig habe ich meine Mastermind, in der alle Dinge meines Lebens Platz haben, von geschäftlichen bis privaten, bei denen ich nach Lösungen suche. 

Es ist einfach wichtig, zu wissen, was man will und wo der nächste Entwicklungsschritt hingehen soll.

Aber wenn man selbst lange Jahre im Geschäft ist, wie die meisten meiner Kund*innen, braucht es einfach ein Gegenüber auf Augenhöhe.

Und das kann ich bieten, nicht nur, weil ich 1,80 m groß bin 😉

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