Mein Wort für 2020 – Spiritualität

Als Liebhaberin der Worte mich auf eins festzulegen, fällt mir gar nicht so leicht. Aber vielleicht traue ich mich einfach nur nicht, das Wort „SPIRITUALITÄT“ zu nennen, weil innere und äußere Stimmen sagen: „Was hat das denn im Business verloren? Da geht es doch nur um ZDF, um Zahlen, Daten, Fakten!“. Und messbar ist Spiritualität nun ja gar nicht.“

Spiritualität sei etwas anderes als nur die Fokussierung auf das Geld, so der Zukunftsforscher Eike Wenzel. 

Wenn man bei Wikipedia nachschaut, hat es etwas mit Geist und Atem zu tun. Das ist das, was dein Unternehmen durchweht. Die Ethik, die Haltung, mit der gearbeitet wird, der Zweck, den dein Unternehmen erfüllen will.

Ich kenne Unternehmen, deren Zweck es ist, die Stakeholder zufriedenzustellen – und das hat ausschließlich mit Geld zu tun. Die Auswirkungen dieser Haltung sehe ich dann bei den Mitarbeitenden, die sich zunehmend erschöpft und ausgebrannt fühlen. Die Gewinne in den Unternehmen werden privatisiert, die Kosten, auch die für die Umwelt, werden von der Solidargemeinschaft, also uns, getragen. 

Ich persönlich kann diese Haltung der Wirtschaft zwar nachvollziehen, finde sie aber auch bedenklich und auf eine Art auch ungerecht. Im Grunde ist es eine ethische Frage. Was wäre, wenn wir eine Form des Umgangs in der Arbeitswelt finden, die es Menschen ermöglicht, gut zu arbeiten und gleichzeitig ausreichend Kraft für andere Dinge zu haben, die der Welt zugute kommen. Was wäre, wenn Unternehmen zwar Gewinne machen, aber das nicht deren einzige Maxime ist.

Neuer Luxus

Und dann stellt sich die Frage, wozu das erwirtschaftete Geld eingesetzt werden soll. Geld braucht einen Zweck. Deshalb denke ich, dass wir Wohlstand neu denken müssen. Die Zeiten des „alten Luxus“, der sich mit Autos, Schmuck, Pelzen und Maßanzügen (ich gebe zu, ich habe selbst einen) zeigt, wird überholt sein. Der „neue Luxus“ wird sich stärker in der Zeithoheit, Gesundheit und in nachhaltigem Konsum zeigen. Was früher der Champagner war, ist heute der Smoothie 😉

Spiritualität = Liebe

Was soll Spiritualität da bewirken, wirst du dich vielleicht fragen. Ich denke, Spiritualität bedeutet Verbundenheit. Verbundenheit mit sich selbst, zu wissen, was in einem vorgeht, und Verbundenheit mit der Welt. Und jeder weiß, das aus der Verbundenheit heraus in der Regel ein Verantwortungsgefühl entsteht, das mit Fürsorge und Sorgfalt einhergeht. Fridays for Future sind ein Ausdruck dieser Sorgfalt. 

Spiritualität ist darüber hinaus der Zugang zu  einem tiefem Wissen, das über uns hinausgeht. 

Viele Kulturen beschreiben das als Liebe.

Was wäre, wenn wir das, was wir tun, aus der Liebe heraus machen? Was würde das verändern?

Das ist zumindest ein anderer Fokus, als nur auf das Geld zu gucken. Natürlich ist Wirtschaftlichkeit ein wichtiges Kriterium und Geld zu haben schön. Und dennoch, wenn du aus der Liebe heraus arbeiten würdest, als Unternehmerin, als Selbstständige, als Angestellte – was würde sich für dich verändern und wie würde es sich für dich anfühlen?

So will ich leben 

Ich möchte nicht eines Tages aufwachen und in den Spiegel gucken und mich fragen, wo mein Leben geblieben ist, weil ich es im Hamsterrad vergessen habe. Ich möchte jeden Tag in Verbundenheit und in aller Tiefe leben, zum Glück und Wohlstand anderer Menschen beitragen und das tun können, worin ich richtig gut bin. Das ist ein Reichtum, der Geld umfasst, aber deutlich darüber hinausgeht. Und das wiederum ist für mich gelebte Spiritualität. 

Und so will ich arbeiten

Und was heißt das für meinen Business? Ich biete Unternehmer*innen Mentoring für spirituelle Unternehmensführung an. In den kommenden Wochen wird es online eine neue sechsmonatige Mastermindgruppe für Unternehmer*innen geben, die sich mit dem Thema Wohlstand auf allen Ebenen, und das heißt auch, den den Gewinn zu erhöhen, auseinandersetzen. Wir werden indignes Wissen nutzen, um unser Leben und unseren Business fit für das neue Jahrzehnt zu machen. 

Spiritualität wird wie ein Wind alles berühren, mit Leichtigkeit, Freude und tiefer Dankbarkeit.